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Info iPhone-Apps erobern Business Intelligence-Bereich

15.06.10

Mit immer kleineren Arbeitsgeräten und neuen Technologien erobert die »Mobility« zunehmend die Unternehmenswelt. Thomas Hohmann von Actuate fragt sich angesichts der wachsenden »Mobilmachung« geschäftskritischer Anwendungen und Daten, wie etwa im Falle von BI Lösungen als iPhone-Apps, ob dieser Trend mehr Fluch oder Segen für die Geschäftswelt ist.

Mobilität ist eines der Schlagworte in der heutigen Welt, dabei spielt es keine Rolle ob es nun um den privaten oder den geschäftlichen Einsatz geht. Der Nutzen liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand und hat sich durch das iPhone zunehmend etabliert.

Für die Geschäftswelt bedeutet dies, dass Mitarbeiter auch unterwegs problemlos auf wichtige Daten zurückgreifen können und kaum mehr ans Büro gebunden sind. Diesen Trend sehen auch die Experten. Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert, dass die Zahl der mobilen Mitarbeiter bis 2013 auf rund 1,2 Milliarden ansteigt. Stellt sich die Frage: Ist diese Entwicklung ein Segen oder ein Fluch?

 

Informationen To Go

Das wachsende Interesse an Mobilität sowie die Erfolgsgeschichte des iPhones hängen sehr eng mit den Apps zusammen. Inzwischen gibt es zahllose Varianten von Softwarelösungen, die das Leben der mobilen Endanwender vereinfachen. Waren sie früher reine Lifestyle-Applikationen, gibt es heute eine Reihe von Apps, die auf den Business-Alltag zugeschnitten sind. Das interessante hierbei: mittlerweile erhalten Apps Einzug in Unternehmensbereiche, die früher strikt an »traditionelle« IT-Infrastrukturen gebunden waren.

Ein Beispiel hierfür ist der Bereich Business Intelligence. Mithilfe von iPhone-Apps wie dem BIRT Mobile Viewer lassen sich Inhalte wie auf dem Desktop und im Web auch auf dem iPhone oder iPad darstellen. iPhone-Besitzer können so von unterwegs Unternehmensinformationen mithilfe von Reports und Dashboards abrufen. Der Clou dabei ist: Anwender können durch einfaches Anklicken von Links und Charts eine detailliertere Sicht auf die darunter liegenden, operativen Daten erhalten. Wie bei Geo-Apps lassen sich auch bei einigen Reporting-Applikationen die Inhalte automatisch im Hochformat oder Querformat anzeigen, je nachdem, wie das Gerät gehalten wird.

 

Faktor Datensicherheit

Alles überall und jederzeit verfügbar. Dieser Grundsatz der Mobilitätsbestrebungen kann schnell auch zur Datengefahr werden. (Bild: Eray, fotolia.com)

Große Bedenken gelten noch immer bezüglich der Sicherheit von Smartphones. Schließlich sind geschäftskritische Daten auf mobilen Geräten einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Die speziellen Herausforderungen, die sich beim iPhone stellen, müssen von einer strategischen Perspektive angegangen werden. IT-Abteilungen müssen sicherstellen, dass alle Daten, die zwischen den Servern in den Datenzentren und den iPhone- Clients ausgetauscht werden, durch Verschlüsselungsalgorithmen nach Industriestandards geschützt sind. Gerade bei Business Intelligence-Applikationen, die oftmals auf sensible Unternehmensinformationen zurückgreifen, ist das zwingend notwendig. Immerhin können die Geräte verloren gehen, Daten durch schlecht konfigurierte oder unsichere Verbindungen in falsche Hände geraten. IT-Verantwortliche müssen also garantieren können, dass mobil verfügbare Unternehmensdaten vollständig verschlüsselt sind. Bei Business Intelligence-Applikationen werden die Inhalte dabei idealerweise selektiv gemäß definierter Autorisierungsregeln freigegeben, so dass jeder Anwender nur Zugriff auf die für ihn freigegebenen Informationen hat.

 

Fluch oder Segen?

Alles in allem gilt: Mobile Endgeräte werden immer ausgeklügelter und ermöglichen die Nutzung anspruchsvoller Business-Applikationen auch von unterwegs. Gerade was das Abrufen wichtiger Informationen im Sinne von Reporting- und Business Intelligence-Prozessen angeht, gibt es hier schon massive Fortschritte. Die Marktforscher von Aberdeen haben kürzlich anhand einer Studie belegt: Mitarbeiter mit mobilem Zugriff auf BI-Systeme sind produktiver als Kollegen ohne Zugang. Von einem Fluch kann hier also keine Rede sein. Ob es ein Segen ist, wird sich noch herausstellen. Hauptkriterium hierfür ist die Nutzerakzeptanz – und die ist tendenziell steigend.

(Quelle: Informationweek, 16.6.2010)

Von: Lars Bube (lars.bube@informationweek.de), Thomas Hohmann